What’s Next, Agencies. Podcast-Review.

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“Endlich ein Podcast, in dem es über die Zukunft der Agenturen geht.”  – Eva Lichner

Vor ein paar Tagen erschien die erste Folge von “What’s Next, Agencies?”, dem neuen Podcast von Kim Alexandra Notz, der Geschäftsführerin der Agentur KNSKB+. Alexandra spricht darin über die Themen, mit denen sich jede Agentur heutzutage beschäftigen sollte. Ihr Gast in der ersten Folge war kein geringerer als Michael Trautmann, Gründer und Chairman von thjnk. Mit ihm sprach Kim ganz offen über die Zukunft von Agenturen – wie man in Agenturen zukünftig arbeiten wird, was ihre Herausforderungen sind und wieso es sich trotzdem lohnt, ein Teil davon zu sein.

Unsere Gründerin, Eva Lichner, hat sich den Podcast angehört und für euch die wichtigsten Punkte zusammengefasst. Trotz allem solltet ihr euch den Podcast natürlich auf jeden Fall selbst anhören. 😉 Es lohnt sich alle mal.

Arbeitsplatz

Wenn man über New Work spricht, spielt der Arbeitsplatz immer eine wichtige Rolle. Agiles Arbeiten erfordert agile Räume. Bei einem Agenturumzug lohnt es sich deswegen auf jeden Fall, sich Gedanken darüber zu machen, wie Menschen zusammenarbeiten wollen und was das für die Architektur/den Arbeitsplatz bedeutet.

Purpose

Sehr spannend war auch die Frage, wieso sich Agenturen so schwer tun, ihren eigenen Purpose zu definieren und diesen dann auch wirklich zu leben, dabei bringen sie die besten Voraussetzungen und das entsprechende Know-How hierfür mit. Vor allem, weil ein starker und gelebter Purpose nachweislich einen positiven Einfluss auf die Kündigungsrate, die Zufriedenheit der Mitarbeiter und den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens hat, sollten sich Agenturen mit diesem Thema unbedingt beschäftigen.

Leadership/Anspruchshaltung jüngerer Generationen

Auch das Thema Leadership spielt in Zukunft eine immer wichtigere Rolle und erfordert eine Offenheit gegenüber neuen Führungsmodellen, die vielleicht nicht dem Mad Man-Vorbild entsprechen. Diskutiert wurden auch die veränderten Anforderungen der jüngeren Generationen. Diese fordern auf der einen Seite Transparenz und Mitbestimmung, scheinen in der Konsequenz allerdings nicht immer bereit zu sein, die Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Wie reagiert man als Agentur darauf? Michael meint, dass die interne Kommunikation hier eine wichtige Rolle spielt. Schön ist, dass die Grundvoraussetzungen in Agenturen zu stimmen scheinen, da die Branche von Menschen gekennzeichnet ist, die eine hohe Selbstmotivation mitbringen.

Tools/Methoden

Agenturen haben aufgrund des hohen Veränderungsdrucks der letzten Jahre automatisch bereits viele Erfahrungen mit iterativen Prozessen und agilen Methoden wie Design Thinking gemacht. Trotz allem steht die Werbebranche hier noch ganz am Anfang. Die Notwendigkeit, sich damit zu beschäftigen und sich kontinuierlich zu verändern wird allerdings immer größer, da nicht nur innovative Agentur-Mischformen, sondern auch immer mehr branchenfremde Akteure, wie Unternehmensberatungen in den Markt drängen und mit einer hohen Geschwindigkeit neue Modelle aus dem Boden stampfen. Eine bestimmte Agentur der Zukunft wird es laut Michael also eher nicht geben.

Ein Hoch auf die Kreativbranche

Wenn man einmal in der Branche gearbeitet hat, weiß man, wieso sie einen nicht so schnell loslässt. Für Michael ist Werbung Teamsport: Herausforderungen zu meistern, über sich hinaus zu wachsen, Schwäche zu zeigen – wer das richtige Mindset und die Leidenschaft für den Beruf mitbringt, wird sich in der Branche definitiv wohl fühlen.

War of Talent/Digitalisierung

Agenturen konkurrieren heute nicht nur mit anderen Agenturen, sondern zusätzlich mit Unternehmensberatungen und Startups, von denen sich Kreative oftmals mehr Selbstverwirklichung und Mitbestimmung im Job versprechen. Aber nicht nur Talente, sondern auch Kunden orientieren sich immer mehr in Richtung der großen Digitalberatungen. Glücklicherweise gibt es laut Michael immer noch genug Kunden, die sich nicht auf rein datengetriebene Unternehmen verlassen wollen. Wichtig ist aber, dass sich Agenturen nicht auf dem Ist-Stand ausruhen sondern sich dem Wandel bewusst sind und ihr digitales Know-How weiter ausbauen, um auch in Zukunft noch relevant zu sein.

Kooperationen/Co-Creation

Kollaboration ist einer der Megatrends 2020. Agenturen tendieren allerdings immer wieder dazu, sich auf sich selbst zu konzentrieren aus Angst, dass ihnen etwas weggenommen wird. Einen richtigen Weg, zu erkennen, welche Kooperation Sinn macht, gibt es laut Michael nicht. Einfach ausprobieren und offen sein wenn es um mögliche Kooperationen geht – selbst Unternehmensberatungen können spannende Partner sein, wenn es um die Ideenentwicklung geht.

Auch die Zusammenarbeit mit dem Kunden stellen die beiden auf den Prüfstand. Beide sind aber der Meinung, dass Kunden stärker in den Entwicklungsprozess einer Idee mit einbezogen werden sollten, schon alleine weil der Erfolg eines Projektes und dessen Implementierung größer ist, wenn der Kunde das Gefühl hat, Teil davon gewesen zu sein. Wer nicht weiß, wie er seinen Kunden mit einbeziehen soll, kann bereits bestehende Tools oder Methoden nutzen. Wichtig ist, dass nicht am Kunden vorbei gearbeitet wird, sondern das seine Bedürfnisse ernstgenommen werden.

Und übrigens: Wenn Michael heute eine Agentur gründen würde, würde er es mit einem Coworking Space verbinden. 😉

Alles andere müsst ihr euch selbst anhören. Es lohnt sich auf jeden Fall. Vor allem, da die beiden auch spannende Praxis-Beispiele bringen.

Eure Eva

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